Beiträge :: Kategorie @Fördergegenstände

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Können Elektroarbeiten gefördert werden?

Weil Elektroarbeiten nicht in der Liste der zulässigen Fördergegenstände aufgeführt sind, können sie nur mit Fördermitteln finanziert werden, soweit es sich um sog. „investive Begleitmaßnahmen“ zu förderfähigen Investitionsmaßnahmen handelt. Hierzu verweisen die Förderrichtlinien auf die Verwaltungsvereinbarung zum DigitalPakt Schule. Die Verwaltungsvereinbarung macht unter § 3 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 4 Vorgaben zur Förderfähigkeit von investiven Begleitmaßnahmen. Danach ist der „Aufbau“ förderfähiger IT als investive Begleitmaßnahme seinerseits förderfähig, soweit „ein unmittelbarer und notwendiger Zusammenhang“ besteht.

Wenn Elektroarbeiten im Zusammenhang mit der Erneuerung von Altverkabelung stehen, hängt es jeweils vom konkreten Fall ab, ob ein „unmittelbarer und notwendiger Zusammenhang“ mit förderfähigen Investitionsmaßnahmen vorliegt:

Nicht zuwendungsfähig wären grundlegende Ertüchtigungen der Stromverkabelung, z.B. der ohnehin vorgesehene bloße Austausch zweiadriger Leitungen.

Ist jedoch nicht nur ein bloßer Austausch, sondern der Einbau stärkerer Leitungen erforderlich, um die Investitionsmaßnahmen umzusetzen, wird man einen unmittelbaren und notwendigen Zusammenhang annehmen können. Gleiches gilt bei Elektroarbeiten, die erforderlich sind, damit beschaffte und dann aufzustellende Geräte an den Strom angeschlossen werden können. Ebenso förderfähig sind z.B. notwendige Elektroleitungen für zentrale Ladestationen mobiler Endgeräte, Zuführungen zu Accesspoints usw.

Aus dem Antrag sollte deutlich hervorgehen, dass die in diesem Rahmen beantragten Mittel dem Zweck der Ausstattung von pädagogisch genutzten Räumen und Einrichtungen mit dem Ziel des pädagogischen Einsatzes von Geräten dienen.

Stand 04.03.2020 14:38:04. → PermaLink

Welche Höchstbeträge gelten bei Zuwendungen für die Beschaffung mobiler Endgeräte für allgemeinbildende Schulen?

§ 3 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. c der Verwaltungsvereinbarung zum DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 lautet:

 

„An Schulen sind folgende Investitionen […] förderfähig: […] schulgebundene mobile Endgeräte (Laptops, Notebooks und Tablets mit Ausnahme von Smartphones), wenn […] bei Anträgen für allgemeinbildende Schulen die Gesamtkosten für mobile Endgeräte für allgemeinbildende Schulen am Ende der Laufzeit des DigitalPakts Schule entweder

aa)         20 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens für alle allgemeinbildenden Schulen pro Schulträger oder

bb)         25 000 Euro je einzelner Schule

oder beides nicht überschreiten.“

 

Somit gibt es zwei alternative Beschränkungsregelungen, von denen für jeden Zuwendungsempfänger die jeweils günstigere Regelung (also der höhere Betrag) die Schranke bildet:

  1. Beschränkung der Gesamtkosten für mobile Endgeräte auf höchstens 20 % des Gesamtinvestitionsvolumens für alle allgemeinbildenden Schulen des Schulträgers 

  2. Beschränkung der Gesamtkosten für mobile Endgeräte auf höchstens 25.000 € je einzelner allgemeinbildender Schule, wobei kein Ausgleich „ungenutzter“ Beträge zwischen den einzelnen Schulen zulässig ist

 

Trägt also beispielsweise ein Schulträger lediglich eine Schule und ist ihm ein Schulträgerbudget von 270.000 € zugewiesen, das um 15 % zu ergänzen ist, ergäbe sich bei voller Ausschöpfung ein Gesamtinvestitionsvolumen von 310.500 €, von dem nach der hier günstigeren 1. Regelung 20 %, mithin also 62.100 €, auf mobile Endgeräte verwendet werden können.


Für andere Schularten als allgemeinbildenden Schulen gilt die Beschränkung des § 3 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. c der Verwaltungsvereinbarung nicht. 

Tags →  @Fördergegenstände, →  #mobile Endgeräte, →  #Laptops, →  #Notebooks, →  #Tablets, →  #Höchstbetrag.
Stand 04.03.2020 14:38:04. → PermaLink

Was sind "schulgebundene" mobile Endgeräte?

Zuwendungsfähig sind - bei Vorliegen der Zuwendungsvoraussetzungen im Übrigen - lediglich "schulgebundene" mobile Endgeräte. 

Um seine Bedeutung zu erschließen, ist der Begriff  "schulgebunden" von den Begriffen "schülergebunden" und "lehrkräftegebunden" abzugrenzen: 

Die Anschaffung persönlicher mobiler Endgeräte für Lehrkräfte aus Mitteln des DigitalPakts ist ausgeschlossen. Die Anschaffung mobiler Endgeräte, auf denen "schulgebundene Lehrerarbeitsplätze" eingerichtet werden, kann demgegenüber für eine Förderung in Betracht kommen. Schulgebundene Lehrerarbeitsplätze werden auf vornehmlich von Lehrkräften genutzten digitalen Endgeräten bereitgestellt, die zur innerschulischen Nutzung administriert und eingerichtet sind. Die Zahl der durch den DigitalPakt geförderten Lehrerarbeitsplätze hat in einem angemessenen Verhältnis zur Anzahl der Lehrkräfte zu stehen. Eine Vollausstattung mit Geräten, die allein für schulgebundene Lehrerarbeitsplätze verwendet werden, ist mit DigitalPakt-Mitteln jedenfalls nicht zulässig.

Die Anschaffung persönlicher mobiler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler ist  aus Mitteln des DigitalPakts ebenfalls ausgeschlossen. Grundsätzlich zuwendungsfähig wäre dagegen die Anschaffung von Klassensätzen, die nach Schulschluss in aller Regel im Schulgebäude verbleiben.

Stand 23.03.2020 14:41:53. → PermaLink

Wo auf dem Schulgelände können zuwendungsfähige Investitionsmaßnahmen vorgenommen werden?

Grundsätzlich können zuwendungsfähige Investitionen überall auf dem Schulgelände vorgenommen werden. Bei Verkabelungsarbeiten beginnt der zuwendungsfähige Bereich hinter dem Übergabepunkt des Internetanschlusses. Damit ist das Schulgebäude erfasst, aber z.B. auch der Sportplatz. Maßgeblich ist die konkrete pädagogische Nutzung, die insb. von einer Nutzung für Verwaltungsaufgaben abzugrenzen ist.

Stand 04.03.2020 14:38:04. → PermaLink

Welche konkreten Anschaffungen sind zuwendungsfähig?

Die Bewilligungsbehörde aktualisiert laufend die nachstehend verlinkte Liste, die Auskunft über die grundsätzliche Zuwendungsfähigkeit typischer Anschaffungsgegenstände gibt.

Zugehörige Dateien → FAQ „DigitalPakt SH“ – Fördergegenstände .

Stand 04.03.2020 14:38:04. → PermaLink

Ist das Leasing von IT-Infrastruktur zuwendungsfähig?

Leasing von IT-Infrastruktur ist zuwendungsfähig, wenn

  • es sich um Vollamortisierungsleasing bzw. Mietkauf handelt,
  • nicht-investive Ausgaben aus den Leasingraten herausgerechnet werden (insbes. Support, Wartung, Versicherungen, Zinsen) und
  • eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ergeben hat, dass Leasing günstiger ist als Kauf.

Des Weiteren ist das Leasing von Betriebssoftware für im DigitalPakt angeschaffte Geräte (z.B. Betriebssoftware für Server) für die Laufzeit des DigitalPakts förderfähig, sofern die Software ausschließlich im Leasing erhältlich ist.

Mittel für die Leasingraten dürfen erst angefordert werden, wenn sie auch fällig sind. Der entsprechende Mehraufwand ist in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu berücksichtigen.

Stand 01.04.2020 13:12:45. → PermaLink